Thy » Surfen pur in Dänemark

Irgendwo am nordwestlichen Ende von Dänemark liegt Thy. Thy ist ein Teil des kaum als Insel wahrnehmbaren Eilandes Vendsyssel-Thy, dem nördlichsten Jütland. Die Insel ist durch enge Passagen vom Festland vollständig abgetrennt, zugleich aber mit diesem über vielen Brücken verbunden. Thy bietet vor allem zwischen Herbst und Frühjahr rund um den Ort Klitmöller etwas ganz Besonderes: eines der besten Surfreviere Europas.

Cold Hawaii - Top-Surfrevier

Den Nordseeteil von Thy nennen Eingeweihte Cold Hawaii. Denn hier sind im Winter die Wellen teilweise vier Meter hoch. Damit bietet die dänische Küste rund um Klitmöller exzellente Surfbedingungen, die immer mehr Anfänger und Profis nutzen. Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Region zum Top-Revier in Europa gemausert. Es sind aber nicht nur die erstklassigen Wind- und Wellenbedingungen auf der Nordsee. Auch das Drumherum ist mitgewachsen. 31 Surfspots sind zwischen Agger Tange und Hanstholmen entstanden. Diese haben den Namen Cold Hawaii gebildet, der als Markenzeichen für die dänische Surfregion werben soll. Gleichzeitig hat sich der Küstenstreifen seinen traditionellen Charme erhalten. So sind Klitmöller, Agger und Hanstholmen weiter typische Fischer- und Hafenorte, die typisch dänisch verträumt wirken. Sanfter Surftourismus ist ein Schlagwort, das die Betreiber der Surfspots sich auf ihre Fahnen geschrieben haben. Entsprechend können Touristen das ursprüngliche Thy erleben und dennoch am Strand eine Party feiern und mit gekonnten Wellenritten die eigenen Fähigkeiten testen.

Kitesurfen in Thy Dänemark

Cold Hawaii - Kälte schreckt die Profis nicht

Surfen ist ganzjährig möglich. Wer als Kite- oder Windsurfer etwas auf sich hält, nutzt jedoch die kalte Jahreshälfte. Zwar sind die Wassertemperaturen nicht besonders angenehm, aber ein Neoprenanzug ist auf der Nordsee ohnehin Pflicht. Viel entscheidender ist aber die Wellenentwicklung. Diese laden zum Surfen geradezu ein und türmen sich teilweise mehrere Meter hoch. Das sind Traumbedingungen für erfahrene Surfer. Die besonders attraktiven Voraussetzungen haben die Betreiber der Cold-Hawaii-Surfspots genutzt. Ihnen ist es gelungen, die Professional Windsurfers Association (PWA) für ein Weltcuprennen nach Thy zu holen. Der Cold Hawaii PWA World Cup findet seit 2010 an der dänischen Küste statt.

Surfen in Dänemark

Thy entdecken - mehr als Wassersport

Es wäre ungerecht, Thy nur als Surfrevier darzustellen. Das nordwestliche Jütland bietet Urlaubern viele weitere Freizeitmöglichkeiten und Ausflugsziele. Während Surfer im Winter und Frühjahr auf ihre Kosten kommen, genießen Familien in den Sommermonaten die schöne Landschaft. Kilometerlange Sandstrände laden zum Sonnen, Baden und Spaziergehen ein. Angeln, Segeln, Stand-up-Paddeln locken ebenso wie die vielen kleinen Museen an der Küste. Dort sind unter anderem Fundstücke aus der Region zu bestaunen. Diese belegen, dass in Thy bereits seit wenigstens 6.000 Jahren Menschen leben. Von der Megalithkultur über die Wikinger bis zu den heutigen Dänen lassen sich viele Überreste in den Ausstellungen betrachten. Etwas martialischer ist der alte Museumsbunker mit Original-Kanonen in Hanstholmen. In dem Norddänischen Hafenort befindet sich auch einer der beliebtesten Ferienparks in Dänemark. Daran angeschlossen sind eine Wasser- und Wellnesslandschaft sowie ein riesiger Zeltplatz. Wer sich Zeit nehmen möchte, diesen uralten Landstrich Dänemarks in aller Ruhe zu erkunden, sollte ein Ferienhaus buchen. Diese urdänische Urlaubsart erlaubt Autonomie und Flexibilität. Von dort aus, können Touristen zu den Ausflugszielen aufbrechen. Unter anderem hat SONNE UND STRAND Dänemark im Programm. Auf diesem Portal finden Interessierte eine große Auswahl geeigneter Objekte in Thy. Die Region ist ganzjährig ein interessantes Urlaubsziel. Im Sommer lockt ein erholsamer Strandurlaub, in der kalten Jahreshälfte das Surfer-Paradies Cold Hawaii.

Dänemark vom Segelboot aus erleben

Vom Meer umgeben verfügt Dänemark über eine 7000 Kilometer lange Küste mit zahlreichen Inseln, Fjorden und Buchten. Für Segler bedeutet dies optimale Bedingungen sowie für jeden Geschmack die passende Route. Besonders beliebt sind die südlichen und östlichen Fährwasser der Insel Fünen sowie die Insel Als und die Flensburger Förde. Auch Schiffsausflüge sind möglich, denn vielerorts nehmen Fischkutter Interessierte mit zum Angeln aufs Meer.

Thy in Dänemark

Dänemark besitzt kleine und idyllische Häfen mit ganz entspannter Atmosphäre, aber auch große und moderne Marinas wie Kopenhagen, Aarhus und Odense mit allen denkbaren Einrichtungen. In den vielen Jachthäfen finden Urlauber ebenso zahlreiche Verpflegungs- sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Näheres dazu gibt es unter www.sonneundstrand.de. Außerdem gibt es für alle, die kein eigenes Boot besitzen, die Möglichkeit, Boote samt Besatzung anzumieten. Tipp: Wer gemütliche Hafenstädte mag sollte an der Felseninseln Bornholm entlang segeln.

Kanu fahren auf der Gudenåin Dänemark

Das Kanu fahren ist in Dänemark sehr beliebt, da das Land über unzählige befahrbare Wasserläufe verfügt. Die beliebtesten sind Susåen auf Seeland und Gudenåin Jütland, außerdem Skjern Å, Karup Å und Nørreåen. Fjorde, küstennahe Gewässer aber auch ruhige Flüsschen können dabei erkundet werden. Die Gudenå ist mit einer Länge von rund 176[nbsp]Kilometer der längste Fluss Dänemarks und absolut beliebtes Kanu- und Kajakgebiet.

Vendsyssel Thy Dansk

Surfen und Kitesurfen an Dänemarks Küsten

Da Dänemark zu den windigsten Gebieten Europas gehört finden Surfer hier wahrhaft traumhafte Bedingungen. Beliebte Surfreviere sind Klitmøller und Vorupør. Anfänger finden zahlreiche Surfschulen, in denen Einführungskurse stattfinden, um die Grundlagen zu erlernen. Im Surfcenter Langeland können Urlauber unter anderem Surfausrüstung, Boote und Kajaks leihen, die Surfschule besuchen und an verschiedenen Wasseraktivitäten teilnehmen.

Anglerparadiese in Dänemark

In Dänemark finden Sie zahlreiche große und kleine Angelparks, in denen Angler Bach- und Regenbogenforellen, Hechte und Aale fangen können, die regelmäßig in die Seen ausgesetzt werden. Die meisten Angelseen sind das ganze Jahr über sowie 24 Stunden am Tag zugänglich. Einige bekannte Orte für eine Angel-Reise nach Dänemark sind die Salzwasserseen Agernæs Saltvandssøer, der Angelpark Bakkegårdens Lystfiskeri sowie der Put und Take-Angelsee Blue Rock, 8 Kilometer westlich von Svendborg auf Fünen. Angelkarten sind üblicherweise am Ort erhältlich - eventuell auch per Selbstbedienung.

Dänemark: freundliches, aber eigenartiges Urlaubsziel

"Tak" - das ist das wohl wichtigste Wort für Dänemarkurlauber. Auf Deutsch heißt das "Danke". Und dieses "Tak" sollten die Touristen jederzeit und immer parat haben. Lieber einmal an falscher Stelle, als einmal vergessen. Denn die extrem freundlichen und höflichen Dänen reagieren etwas verschnupft, wenn ihren Gästen an Umgangsformen zu mangeln scheint. Dieser besonders höfliche Umgangston ist aber nicht die einzige Eigenart der Dänen, die Deutsche kennen sollten. Das wunderschöne Reiseziel im Norden überrascht mit einigen weiteren ungewöhnlichen Sitten. Wer in einem typischen Ferienhaus Dänemark in aller Ruhe entdecken möchte, sollte sich diesen Crashkurs über ein paar Eigenheiten zu Herzen nehmen.

Urlaubsziel Dänemark

Dänen: freundlich, höflich und kinderlieb

Als erstes sollten sich deutsche Urlauber von ihrem typischen Unmut befreien. Die Dänen sind weltoffen, freundlich und höflich. Sie freuen sich über das lausige Wetter ebenso wie über eine nette Geste. Und wenn etwas schief zu laufen droht, heißt es nur: "Wird schon gut gehen!" Es gibt wohl kaum ein Völkchen dieser Erde, das ähnlich positiv und optimistisch gestimmt ist. Diese Stimmung sollten Touristen ihnen nicht nehmen. Stress wird in Dänemark weggelächelt. Aber wenn jemand patzig wird, ist das ein Angriff auf die dänische Seele. Daher gilt: Freundlich und höflich mit einem "Tak" an passender Stelle eckt kein Urlauber an. Und das "Danke" sollten diese wirklich offensiv nutzen. Die Dänen empfangen Urlauber freundlich und zuvorkommend. Das gilt auch für Kinder. In dem familienfreundlichen Land ist Nachwuchs gern gesehen und die Kleinen nehmen einen besonderen Stellenwert ein. Entsprechend können Familien mit Kindern sich unbesorgt mit jungen Kindern in ein Restaurant begeben oder diese in einer Freizeiteinrichtung umherlaufen lassen. Gleichermaßen erwarten die Dänen aber auch Verständnis. Wer sich als Urlauber an Kindergeschrei stört, wählt besser ein anderes Reiseland.

Hyggelig - das heimelige Glück der Dänen

Das auch bei miesem Wetter sonnige Gemüt erfährt in dem Begriff "hyggelig" seine Potenzierung. Das Wort lässt sich kaum ohne Sinnverlust ins Deutsche übersetzen. Es steht für so etwas wie "Gemütlichkeit", "heimelig", "entspannen" oder im weiteren Sinne "wohlfühlen". "Hyggelig" nutzen die Dänen umfassend, auch als Verb. Diese sich so ausdrückende, entspannte Wohlfühlatmosphäre ist den Dänen besonders wichtig.

Das nicht freundschaftliche "Du"

Wer sich auf die Freundlichkeit der Dänen einlässt, wundert sich nicht über das direkte "Du". Dänen wählen fast ausnahmslos diese Anrede. Das "Du" ist dabei herzlich, aber keineswegs unbedingt freundschaftlich gemeint. Es ist der völlig normale Umgangston in einem skandinavischen Land. Das "Sie" nutzen Dänen nur in sehr förmlichen Situationen.

Einkaufen und Essen

Weitere Eigenarten der Dänen sind das Bezahlen. Beispielsweise würde niemand auf die Idee kommen, ein paar Öre Wechselgeld zu verlangen. Deutsche Urlauber sollten sich daher nicht wundern: An Kassen wird beim Bezahlen auf ganze Kronen aufgerundet. Bargeld ist in Dänemark jedoch in weiten Teilen durch Karten und mobile Payment abgelöst. Die Dänen denken einfach praktisch: Mit einer Geldkarte oder dem Handy können sie nicht nur bequemer bezahlen, sondern sie müssen auch nicht vor dem Einkauf die Kronen in der Geldbörse zählen. Auch Urlauber können in Restaurants bargeldlos bezahlen. Zum Beispiel die landestypische Spezialität: Smörrebröd. Das reichhaltig belegte Butterbrot gehört zur Grundausstattung und steht in allen Gastronomiebetrieben auf der Karte. Ein Tipp für Touristen, die Brot anders erleben möchten. Etwas eigenwillig ist die Bezeichnung für Plundergebäck. Warum die Dänen ausgerechnet die Kuchenstücken Frankfurter nennen, die in weiten Teilen Deutschlands Kopenhagener heißen, bleibt ein Rätsel. Dennoch sind diese süßen Köstlichkeiten beliebt und in jeder Ferienregion zu bekommen. Ebenso die Tebirkes, ein fettes Blätterteiggebäck mit Mohn. Urlauber sollten sich außerdem nicht irritieren lassen: Mittagessen heißt "frokost", Abendessen dagegen "middag".

Am Strand nackt baden und in der Sauna mit Badeklamotten

Irritierend ist auch die richtige Bezeichnung für ein ungewöhnliches Verhältnis zur Badebekleidung. So ist FKK bis auf wenige Ausnahmen an allen Stränden erlaubt - was viele Dänen auch praktizieren. Touristen dürfen sich also nahtlos bräunen, ohne dass die Einheimischen sie schief ansehen. Anders ist es jedoch in der Sauna. Die Dänen lieben diesen Ort. Allerdings gibt es eigentümliche Saunaregeln. So sind gemischte Gruppen unüblich. Auch das Wedeln ist in dänischen Saunen nicht besonders beliebt. Dafür tragen die Dänen dort Badekleidung. Ein Widerspruch zum Nacktbaden, der aber dennoch irgendwie in das skandinavische Land passt. Touristen sollten also stets bekleidet und mit Handtuch in eine dänische Sauna gehen.

Ferienhäuser und ihre Eigenarten

Ferienhäuser sind der Dänen Rückzugsort. Diese auch als Sommerhäuser bekannten Objekte locken nicht nur Inländer, sondern die Touristen nach Dänemark. Da es kaum Hotels in den Küstenorten gibt, sind die Domizile für einen Aufenthalt das Nonplusultra. Luxuriös mit Pool und High-Tech-Küche oder spartanisch mit Kamin und Holzveranda - für jeden Geschmack gibt es das richtige Objekt. Ungewöhnlich ist aber scheinbar Selbstverständliches. So sind dänische Betten und selbst das Porzellan auf dem stillen Örtchen meistens etwas kleiner. Für Zweimeter-Menschen wird es daher zumindest in der Horizontalen schnell knapp. Richtig umgewöhnen müssen sich die Urlauber aber bei den Türen. Denn sie müssen die Schlüssel falsch herum im Schloss drehen und die Klinken gehen häufig nach oben auf. Das ist anfangs überraschend und gewöhnungsbedürftig. Wer das nicht mag, kann die Natur pur genießen. Zwar ist wildes Zelten grundsätzlich verboten. Es gibt aber Ausnahmen in Form von Naturlagerplätzen und anderen gekennzeichneten Gebieten. Alternativ stehen in vielen Küstenregionen Zeltplätze zur Verfügung. Komfortabler sind jedoch die beliebten Ferienhäuser. Welche Unterkunft die Touristen auch wählen: Wer am Ende seines Urlaubs ein herzliches "Tak" für seinen Gastgeber übrig hat, ist beim nächsten Mal wieder gern gesehen.

 

Ferienhaus in Dänemark

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