Wandern bei Herbstwetter: Worauf es beim Schuhwerk ankommt

Im Herbst stellen viele Wanderrouten durch Regen, Nebel und feuchtes Laub höhere Ansprüche an die Ausrüstung. Besonders das Schuhwerk muss diesen Belastungen standhalten. Stabilität, Wasserdichtigkeit und ein rutschfestes Profil zählen zu den wichtigsten Eigenschaften. Ein ungeeigneter Schuh erhöht das Risiko für Blasen, Nässegefühl oder gar Stürze erheblich.

Wasserdichtes Obermaterial schützt zuverlässig

Das Obermaterial eines Wanderschuhs bildet die erste Barriere gegen eindringende Feuchtigkeit. Bei Touren im Herbst muss es dauerhaft wasserabweisend und zugleich strapazierfähig sein. Hochwertiges Leder vereint diese Eigenschaften. Es weist Wasser zunächst ab, passt sich durch den Einsatz mit der Zeit dem Fuß an und bleibt bei richtiger Pflege formstabil.

Mikrofasergewebe oder synthetische Oberflächen sind leichter, nehmen jedoch unter bestimmten Bedingungen schneller Feuchtigkeit auf, wenn keine integrierte Membran vorhanden ist.

Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die gesamte Konstruktion auf Dichtigkeit ausgelegt ist. Dazu gehört eine seitlich angenähte Zunge, die verhindert, dass Wasser über die Schnürung in das Innere gelangt. Nähte müssen sauber versiegelt sein, insbesondere im Bereich der Fersenkappe und der Seitenpartien.

Ein zusätzlicher Vorteil von Leder besteht in seiner Abriebfestigkeit. Bei felsigem oder wurzelreichem Gelände bleibt die äußere Struktur oft länger intakt als bei leichten Textilmodellen. Wer Wert auf Langlebigkeit legt, wählt bewusst einen Schuh mit starkem Obermaterial in Kombination mit einer wasserdichten Membran.

Atmungsaktive Materialien regulieren das Fußklima

Herbstwetter bedeutet nicht nur Nässe von außen, sondern auch Temperaturschwankungen. Ein feuchtwarmer Fuß wird schneller kalt, was zu Unwohlsein führt. Deshalb ist atmungsaktives Material unverzichtbar. Schuhe mit integrierter Klimamembran transportieren Feuchtigkeit von innen nach außen und halten die Füße auch bei längeren Touren trocken.

Schuhe wie der Mammut Mercury IV Low GTX kombinieren hochwertige Materialien wie Nubukleder mit einer GORE‑TEX-Membran. Die Verarbeitung erfüllt die Anforderungen an herbstliche Bedingungen. Das Leder sorgt für eine lange Lebensdauer, während das Funktionsmaterial die Atmungsaktivität bei gleichzeitiger Wasserdichtigkeit sicherstellt.

Das Schuhmodell zählt laut Vergleichstests zu den zuverlässigsten Schuhen in seinem Segment. Wer auf Qualität achtet, findet hier einen passenden Schuh für nasses und unbeständiges Wetter.

Sohlenkonstruktion sichert festen Tritt

Auch im Herbst spielt zunächst der jeweilige Einsatzzweck eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Wanderschuhe. Sind die Wege eher befestigt oder ist man im Gelände unterwegs? Die Sohle trägt entscheidend zur Trittsicherheit auf herbstlichen Wegen bei – vor allem wenn es feucht und rutschig wird. Wichtig sind drei Komponenten:

  • die Laufsohle (Außensohle),
  • die Zwischensohle (Dämpfung) und
  • die Einlage (Fußbett).


Die Laufsohle besteht idealerweise aus einem widerstandsfähigen Gummigemisch mit selbstreinigendem Tiefenprofil. Modelle mit Vibram®-Technologie gehören zu den verlässlichsten Ausführungen. Das Profil sollte in verschiedenen Richtungen geformt sein, um bei Steigung, Gefälle und Quertritten Halt zu geben.

Die Zwischensohle beeinflusst, wie viel Energie beim Auftritt abgefedert wird. Polyurethan (PU) gilt als besonders langlebig, während EVA-Material weicher ist und für kürzere Touren ausreicht. Für anspruchsvolle Routen mit felsigem Untergrund oder schwerem Gepäck bietet sich ein härterer Aufbau an.

Ein stabiler Sohlenaufbau verhindert Umknicken und verbessert das Gefühl für den Untergrund. Besonders im Herbst, wenn nasses Laub den Blick auf Wurzeln oder Steine verdeckt, sichert ein robuster Schuh zusätzlichen Halt.

Die Einlage sollte an die Fußform angepasst sein und im Zweifel durch eine orthopädische Variante ersetzt werden. Wer mehrere Stunden unterwegs ist, profitiert von einem individuell geformten Fußbett mit Stützelementen.

Sohlenkonstruktion eines Wanderschuhs

Passform beeinflusst Gehkomfort und Trittsicherheit

Ein schlechtsitzender Schuh wird bei wechselndem Untergrund rasch zur Belastung. Wichtig ist eine präzise Anpassung an die Größe und Fußform. Druckstellen oder zu viel Spielraum im Zehenbereich führen zu Unsicherheit beim Auftreten. Hochwertige Wanderschuhe verfügen über anatomisch geformte Leisten und verschiedene Weitenoptionen.

Beim Anprobieren ist darauf zu achten, dass die gewohnten Wandersocken getragen werden. Das Einlaufen auf kurzen Strecken verbessert das Gefühl für den Schuh und minimiert die Gefahr von Blasenbildung auf der Tour.

Pflege erhält die Funktionalität

Herbstbedingungen setzen jedem Wanderschuh zu. Nässe, Kälte, Schmutz und mechanische Belastung führen auf Dauer zu Materialermüdung, wenn keine regelmäßige Pflege erfolgt. Direkt nach der Tour sollte der Schuh vollständig von Schlamm, Gras und Sand befreit werden. Eine weiche Bürste und klares Wasser reichen aus, um den Schmutz zu lösen. Reinigungsmittel sind nur bei starker Verschmutzung einzusetzen und müssen auf das Obermaterial abgestimmt sein.

Lederoberflächen benötigen regelmäßig eine Pflegecreme oder Wachs, das speziell für gewachstes oder geöltes Nubukleder geeignet ist. Diese Produkte sorgen dafür, dass das Material geschmeidig bleibt und die wasserabweisenden Eigenschaften erhalten werden. Bei Textil- oder Synthetikschuhen ist ein Imprägnierspray notwendig, das atmungsaktive Membranen nicht verklebt.

Die Trocknung erfolgt langsam und ohne künstliche Hitze. Füllmaterial wie Zeitungspapier nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, darf jedoch nicht dauerhaft im Schuh bleiben. Einlegesohlen sollten entnommen und separat getrocknet werden.

Lagertemperatur, Lichtverhältnisse und Luftzirkulation beeinflussen die Haltbarkeit ebenfalls. Der Aufbewahrungsort sollte kühl, trocken und lichtgeschützt sein. Wer Schuhe feucht stehen lässt, riskiert Schimmelbildung und Materialbruch.

Eine regelmäßige Kontrolle der Sohle auf Abrieb oder Ablösungen ist ratsam. Bei frühzeitigem Verschleiß ist eine Nachbesohlung möglich – insbesondere bei hochwertigen Modellen, bei denen der Schaft intakt bleibt.

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